Unschuldig. Hexenverfolgung im 16. und 17. Jahrhundert

Was geschah in Marburg zur Zeit der Hexenverfolgung? Wie hat sich das Hexenbild gewandelt? – diesen und vielen anderen Fragen widmet sich diese Ausstellung in der Luth. Pfarrkirche

Martin Luther war, wie wohl alle seine Zeitgenossen, fest davon überzeugt, dass es Hexen gibt und dass sie Schäden an Mensch, Vieh und Ernte anrichten. Wie es das kaiserliche Gesetzbuch vorschrieb, forderte er zu ihrer Tötung durch das Feuer auf. Die Verbrechen schienen ihm real und er wollte sie dafür bestraft wissen.

Der eigentliche Hexenwahn, verbunden mit Massenhysterien und Massentötungen, setzte eine Generation nach Luther ein: Hunderte Fälle von Hexenverfolgung traten im 16. und im 17. Jahrhundert in den Territorien südlich des Thüringer Waldes auf- einem der Kerngebiete der deutschen Hexenverfolgung.

Die Ausstellung unschuldig beschäftigt sich mit diesen Hexenjagden: Wie gerieten die Frauen, aber auch Männer, in die Mühlen der Justiz? Was wurde ihnen vorgeworfen? Wie war der Ablauf eines Hexenprozesses? Wer waren die Entscheidungsträger? Welche Qualen mussten die Verdächtigen erdulden? Was gestanden die Frauen und Männe unter der Folter? Und wie wurden sie hingerichtet?

Ausstellung

Dr. Kai Lehmann

 

Datum: 18.06.-18.11.2020

Ort: Lutherische Pfarrkirche

Eintritt frei

 

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Kontakt

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