Ausstellung #Gesichtzeigen gegen Kindesmisshandlung und sexuelle Gewalt

Fotocredit Carsten Sander

Ausstellung mit prominenten Gesichtern

 

Sie schauen ernst und entschlossen. Kontrastreich vor schwarzem Hintergrund eindrucksvoll vom Fotografen Carsten Sander inszeniert, zeigen sie ihr Gesicht: der Songwriter Andreas Bourani, der Fußballprofi – und Weltmeister Roman Weidenfeller sind dabei, Schauspieler Benno Führmann und Andrea Sawatzki, der Charité-Rechtsmediziner Prof. Dr. med. Michael Tsokos und andere.

Was all diese Menschen aufrüttelt: Jeden Tag werden 13 Kinder krankenhausreif geschlagen, 46 Kinder sexuell missbraucht (angezeigte Fälle!). Im Jahr 2020 starben 152 Kinder an den Folgen ihrer körperlichen Misshandlung. 81 Prozent von ihnen waren zum Zeitpunkt des Todes jünger als sechs Jahre. In 52 Fällen blieb es bei einem Tötungsversuch, so das Bundeskriminalamt. Für alle Zahlen gilt jedoch, dass sie lediglich das Hellfeld abbilden. Das Dunkelfeld ist um ein Vielfaches höher.

„Wir kämpfen gegen die Misshandlung von Kindern, gegen sexuelle Gewalt und für die Rechte der Kinder“, lautet das Credo des Deutschen Kindervereins. Immer mehr Menschen unterstützen dieses Anliegen und zeigen nun im wahrsten Sinne des Wortes Gesicht. In einer deutschlandweiten Foto-Initiative stellen sich bekannte Persönlichkeiten aus Film, Sport und Medien, aber auch viele Menschen abseits des Rampenlichts dem Thema. 

Der Kinderverein möchte mit der Aktion weiter gegen das Tabuthema kämpfen, möchte aufrütteln und informieren. „Wir würden uns freuen, wenn Sie uns bei unserer wichtigen Arbeit unterstützen. Sehen auch Sie den erschreckenden Tatsachen ins Auge und zeigen gemeinsam mit uns Gesicht gegen Kindesmisshandlung“, sagt Rainer Rettinger, Geschäftsführer des Kindervereins zu der Initiative.

Zum Deutschen Kinderverein:

GEGEN KINDESMISSHANDLUNG UND SEXUELLE GEWALT. FÜR DIE RECHTE VON KINDERN.

Der Deutsche Kinderverein e.V. setzt sich seit seiner Gründung im Jahr 2012 für die Rechte der Kinder ein. Grundlage unserer Arbeit bildet Paragraph 19 der UN-Kinderrechtskonvention aus dem Jahr 1989, der Maßnahmen vorsieht zum Schutz vor körperlicher oder geistiger Gewalt, Misshandlung, Vernachlässigung, einschließlich des sexuellen Missbrauchs. Als Impulsgeber übernimmt er die Aufgabe als Kinderlobbyist. Der Deutsche Kinderverein e.V. will bundesweit als kompetente Leitstimme eine Bewusstseinsänderung in der Gesellschaft, aber auch bei Medien, Politik, Justiz, Jugendämtern und Kinderschützern erreichen. Der Verein ist überkonfessionell, überparteilich und weltanschaulich nicht gebunden und steht für einen kindzentrierten Kinderschutz.

Mit Ihrer Unterstützung möchten wir die breite Öffentlichkeit für diese Themen sensibilisieren und mit konkreten Projekten Kindern helfen.

 

Die Ausstellung #Gesichtzeigen beginnt am 28.01. um 18.00 Uhr mit einer Vernissage in der Pfarrkirche, bei der der Geschäftsführer des Deutschen Kindervereins Rainer Rettinger einen Vortrag halten wird, und endet am 20.02. um 10.00 Uhr mit einem Themengottesdienst. Begleitend zur Ausstellung gibt es Themenabende:

Freitag, 28. Januar 2022, 18.00 Uhr 

Vernissage der Ausstellung #Gesichtzeigen gegen Kindesmisshandlung und sexuelle Gewalt,
mit Vortrag „Kinderschutz, ein Weckruf! 

von Rainer Rettinger, Geschäftsführer des Deutschen Kinderverein e.V. 

 

Dienstag, 01. Februar 2022, 19.00 Uhr 

Pfarrer i.R. Klaus Spyra
„Gesicht zeigen“., Vortrag und Gespräch
Klaus Spyra hat das Schweigen gebrochen, und ist mit aeinen Gewalterfahrungen, die er in einem evang. Kinderheim in Bayern jahrelang ertragen musste, 2021 an die Öffentlichkeit gegangen. In der Reihe "Gesicht zeigen" wird er über seine Erfahrungen berichten, was gelungen ist (oder auch nicht) und wo Fehler passiert sind. 

 

Dienstag, 08. Februar 2022, 19.00 Uhr 

Prof. Dr. Hanna Christiansen 

„Projekt BESTFORCAN“, Vortrag und Gespräch 

Das Projekt BESTFORCAN richtet sich an Kinder und Jugendliche mit sexuellen, körperlichen oder emotionalen Gewalterfahrungen oder vernachlässigte Kinder. In dem Projekt soll in Zusammenarbeit mit Jugendhilfeeinrichtungen sowie Psychotherapeut:innen in Ausbildung oder eigener Praxis eine Verbreitung der traumafokussierten kognitiven Verhaltenstherapie erzielt werden, um möglichst viele betroffene Kinder und Jugendliche psychotherapeutisch bestmöglich versorgen zu können. Kurzinformationen zu dem Projekt finden sich auf der Seite: www.du-auch.de 

 

Dienstag, 15. Februar 2022, 19.00 Uhr 

Dipl.-Päd. Dr. Stefan Wißmach, Dipl.-Psych. Frank Harries 

„Und was ist mit den Tätern?“, Vortrag und Gespräch 

Ein Versuch der Annäherung an die Hintergründe, die Menschen dazu bringen, zu misshandeln. Ergeben sich neben Strafen daraus Haltungen und Handlungsideen für einen Umgang mit Misshandelnden und eine weitergehende Prävention? 

 

Sonntag, 20. Februar 2022, 10.00 Uhr 

Gottesdienst zur Ausstellung 

mit Pfarrer Fabian Woizeschke und Pfarrer Ulrich Biskamp 

und anschließender Finissage der Ausstellung. 

 

 

 

 

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Kontakt

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Telefon: (06421) 34 00 696

 

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