Lesung "Stimmen des Holocaust"

DIE LESUNG FÄLLT LEIDER AUS!

Louis Pawellek & Edith Erbrich Jean-Louis Pawellek, geboren am 02.05.1998 in Peine, ist gelernter Erzieher. Seid der Jugendzeit interessiert an der Thematik „Holocaust“. Zufällige Begebenheiten und wichtige Wegbereiter ebneten den Weg, sich immer intensiver mit dem dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte zu beschäftigen. Im Jahr 2014 traf er für ein Schulprojekt eine Zeitzeugin, die den Holocaust überlebt hat. Danach entwickelte er den Wunsch, weitere überlebende Opfer der Nazi-Schreckensherrschaft persönlich kennenzulernen und ihre Geschichte aufzuschreiben. Viele Zufälle, Wegbegleiter und Begebenheiten ließen später dieses Buch mit dem Titel: „Die letzten Stimmen des Holocaust - 12 Überlebende erinnern sich“ mit den am Ende zwölf mitwirkenden Zeitzeugen entstehen. Diese Menschen traf Pawellek auf Reisen durch das ganze deutschsprachige Europa. Die Schicksale der Frauen und Männer sind ergreifend und mahnend. Sie sollen dazu dienen, niemals zu vergessen, was unschuldigen Kindern und Erwachsenen u.a. in den Konzentrationslagern und Ghettos angetan wurde. Für die Veranstaltung stellt Louis Pawellek nicht nur sein Buch über das „Leben“ und „Überleben“ u.a. in dem Konzentrationslager Auschwitz und dem Ghetto Theresienstadt vor, sondern bringt auch Anschauungsmaterial, wie originale Häftlingsbriefe aus dem KZ Auschwitz, Postkarten oder Ghettogeld aus Theresienstadt, mit. Zudem werden auch eine Vielzahl von mahnenden und bewegenden Filmausschnitten aller mitwirkenden Überlebenden gezeigt, u.a.: Überlebende, die der Schlange in die Gaskammer entkamen, als Kind den schlimmen Experimenten von dem „SS-Arzt“ Dr. Mengele ausgesetzt waren oder viele andere menschenunwürdige Situationen erleben mussten. Als besonderen Ehrengast und ebenfalls mitwirkende in dem Buch, wird die Holocaust-Überlebende Edith Erbrich, geboren am 28.10.1937 in Frankfurt (Main) zu Gast sein. Pawellek und Erbrich verbindet ein sehr freundschaftlicher Kontakt. Durch den jüdischen Vater und einer christlichen Mutter wurde Edith Erbrich als „Jüdischer Mischling“ angesehen und mit dem Vater und Schwester in das Ghetto Theresienstadt deportiert. Die Mutter blieb zurück. Sie erlebte unmenschliche Dinge wie u.a. Menschen bei den Appellen Tod umfielen oder in einem Zug der entladen werden sollte, statt von den Nationalsozialisten versprochene Süßigkeiten, Berge von Leichen waren. Die Zeit im Ghetto Theresienstadt beschreibt Erbrich als grausam und entwürdigend. Zudem warf Sie zehn Postkarten während der langen Zugfahrt im Viehwaggon aus dem Gitterfenster, die allesamt Zuhause ankamen, ein echtes Wunder! Der Weitertransport und die Vergasung in den Gaskammern des KZ Auschwitz war bereits geplant, doch die Familie wurde in der Nacht zum 8. Mai 1945 durch die Rote Armee befreit. Im Anschluss an die Lesung und dem Zeitzeugengespräch wird es in einer Diskussionsrunde die Möglichkeit geben, dem Buchautor und der Holocaust-Überlebenden mit Fragen ganz persönlich entgegenzutreten.

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